Thermotherapie

Bei der Thermotherapie wird dem Körper bewusst Wärme zugeführt oder entzogen.

Somit wird versucht eine positive Wirkung auf die Gesundheit zu erzielen. Es gibt viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Thermotherapie beim Hund

Es wird zwischen Kältetherapie und Wärmetherapie unterschieden und je nach Indikation in Form von Rotlicht, Kirschkernkissen, Warme Wickel oder Eiswickel und Cold-Packs angewandt. Wir können somit eine Schmerzlinderung, Entspannung der Muskulatur, eine Gefäßverengung oder Gefäßerweiterung erreichen. Kälte hat eine positive Wirkung bei Entzündungen.

Jeder Hund reagiert unterschiedlich und somit sollte die Art und Dauer individuell angepasst werden.

Die Thermotherapie wird schon seit Jahrtausenden angewendet und kann nach Anleitung durch den Besitzer auch zu Hause durchgeführt werden.

Wärmetherapie

Wärme wird häufig in der Schmerztherapie eingesetzt und ist ideal zur Vorerwärmung  vor Bewegungsübungen oder Spaziergängen.

Wärmetherapie beim Hund

Es wird die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt, die Steifheit der Gelenke vermindert und somit die Mobilität gesteigert. Verspannungen der Muskulatur werden positiv beeinflusst.

Wärme kann z.B. bei nicht aktivierter Arthrose, Muskelverspannungen, Spondylosen und Schmerzen eingesetzt werden.

Die Wärmebehandlungen kann man mit Rotlicht, Körner-, Kirsch- oder Kräuterkissen, Wärmflaschen und mit diversen Wickeln durchführen.

Das Tier sollte während der Behandlung ständig unter Beobachtung stehen, da es zu Verbrennungen oder Überhitzung kommen kann.

Daher bitte auch im akuten Entzündungsstadium grundsätzlich keine Wärme anwenden.

Kältetherapie

Kälte bewirkt zunächst ein Zusammenziehen der Gefäße. Durch die direkte Anregung von Kälte bewirkt es auf der Hautoberfläche kurzfristig eine Blockade der Schmerzbahnen. Sie verringert so die Schmerzempfindlichkeit und verlangsamt die Nervenleitgeschwindigkeit für Schmerzreize.

Kältetherapie beim HundIn der Tiefe hemmt die Kälte Entzündungen und hat zudem noch eine abschwellende Wirkung. Der Kältereiz reduziert die Durchblutung, weil sich die Blutgefäße eng stellen, dadurch wird Schwellungen und Blutergüssen nach Verletzungen oder Entzündungen entgegengewirkt. Auch kommt Kälte bei Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Arthritis, Muskelkontrakturen oder bei Ödemen zum Einsatz.

Die Kälte wirkt sehr unterschiedlich auf Haut und Muskulatur. So ist es bei kurzzeitiger Kälteanwendung (bis 5 Minuten) schmerzlindernd, bei längerer Kühlung (10 bis 12 Minuten) sogar entzündungshemmend.

In der Physiotherapie kommen unterschiedliche Formen der Kältetherapie zur Anwendung. Unter anderem zählen dazu:

  • Eispackungen, Eiskompressen, Eiswickel und Eismanschetten
  • Eislollys: Das ist in Form eines Lollys gefrorenes Wasser. Der Eislolly wird über die Haut gestrichen, z.B. um Schmerzen oder Schwellungen zu lindern.
  • Kältesprays, Eissprays, Kühlgel
  • Kneipp-Therapie: Wassertreten, kalte Güsse
  • Tiefgekühlte Eis- oder Gelbeutel (bitte immer in Tücher einwickeln und niemals direkt auf das Fell legen)
     
  Ein Tipp für zu Hause: Machen Sie sich doch einen kühlen "Mehlbeutel". Etwas Mehl in einen Gefrierbeutel füllen, gut verschließen und ins Eisfach legen. Das Mehl wird schön kühl, bleibt aber ganz weich dabei und kann dann gut auf schmerzhafte Stellen gelegt werden.  
     

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